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Preiskampf bei KI, Sora-Aus, neue Modelle im Test

5 Min. LesezeitOktober 2026von Pedro Miguel Pinto Ferraz

Diese Woche ging es vor allem ums Geld: Zwei der größten KI-Anbieter haben ihre Preise im Stundentakt gesenkt. Dazu ein Aus, das zeigt, wie schnell Anbieter Werkzeuge wieder einstampfen, auf die man sich verlassen hat. Hier die drei Entwicklungen, die für dein Unternehmen zählen.

OpenAI und Anthropic liefern sich Preisschlacht

Am 22. September 2026 hat Anthropic sein neues Modell Claude Opus 5.5 vorgestellt und dabei die Preise gegenüber dem Vorgänger deutlich gesenkt. Rund 90 Minuten später zog OpenAI nach und senkte die API-Preise seiner neuen Modelle GPT-6 Sol und Luna um 50 Prozent gegenüber der Vorgängerserie. Beide Unternehmen reagieren damit auf wachsenden Druck durch günstigere Open-Weight-Modelle aus China. Claude Opus 5.5 ist inzwischen über die großen Cloud-Plattformen von Amazon, Google und Microsoft verfügbar.

Wer KI-gestützte Textverarbeitung, Kundensupport oder Dokumentenanalyse über eine API bezieht, zahlt für vergleichbare Leistung inzwischen spürbar weniger. Ein guter Anlass, bestehende Verträge und Modellwahl zu überprüfen.

OpenAI stellt Video-API Sora ohne Ersatz ein

Am 24. September 2026 hat OpenAI die Sora-API endgültig abgeschaltet. Damit funktionieren alle Aufrufe von Unternehmen, die die KI-Videogenerierung in eigene Anwendungen eingebaut hatten, nicht mehr. Die Ankündigung war zwar sechs Monate im Voraus erfolgt, OpenAI nennt aber kein Nachfolgemodell und keine offizielle Migrationsoption. Betroffene Entwickler weichen derzeit auf Anbieter wie Kling AI oder Luma Ray 2 aus.

Das Beispiel zeigt ein reales Risiko bei Software, die auf einzelne KI-Anbieter aufsetzt: Funktionen können ohne Ersatz verschwinden. Wer KI-Dienste in eigene Prozesse einbaut, sollte Alternativen kennen, bevor man sie braucht.

xAI bringt Grok 4.7 für Entwickler

xAI hat mit Grok 4.7 ein neues Modell veröffentlicht, das ab sofort für Entwickler bereitsteht und laut Anbieter vor allem bei Programmieraufgaben, agentischen Abläufen und Wissensarbeit deutlich stärker sein soll als der Vorgänger. Für die verbesserten Programmierfähigkeiten wurden unter anderem anonymisierte Daten aus der Entwicklungsumgebung Cursor genutzt. Bei allgemeinen Aufgaben fallen die Fortschritte laut ersten Benchmarks eher gering aus, bei komplexer Arbeit über längere Zeiträume zeigt das Modell aber deutliche Verbesserungen. Auffällig ist der hohe Verbrauch an Ausgabetoken, obwohl die Eingabepreise mit zwei Dollar pro Million Token vergleichsweise günstig sind.

Für Unternehmen, die interne Tools oder Automatisierungen bauen lassen, ist das ein weiterer Baustein im Wettbewerb der Anbieter – wichtig ist am Ende, was ein Modell pro gelöster Aufgabe tatsächlich kostet, nicht nur der Token-Preis.

KI-Service-Desk der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur ist seit diesem Jahr zentrale Aufsichtsbehörde für die EU-KI-Verordnung in Deutschland und betreibt dafür einen KI-Service-Desk, der Fragen und Beschwerden bündelt. Insbesondere kleinere Unternehmen sollen dort Orientierung bekommen, ohne gleich eine Kanzlei einschalten zu müssen. Nutze ihn, wenn du unsicher bist, ob ein KI-Einsatz in deinem Betrieb als Hochrisiko-System gilt oder welche Transparenzpflichten greifen. Der Dienst ist kostenlos und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung, gibt aber eine erste verlässliche Einschätzung. Zu finden über die Themenseite KI der Bundesnetzagentur.

So viel für diese Woche. Wenn du eine der Meldungen vertiefen willst, meld dich einfach – ansonsten bis nächsten Montag.

Quellen

Dieser Beitrag erschien zuerst im Plantrixx-Briefing. Eine Woche früher lesen.

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